Ralf de Jong
»Avantgarde & Tradition typografischer Periodica: Fußnoten zur Rezeption der Neuen Typografie«

Nach einer eine kaufmännische Ausbildung 1994 studierte er bis 1999 in Kassel und Den Haag und arbeitete anschließend im Bureau Piet Gerards in den Niederlanden.
2001 gründete er gemeinsam mit Friedrich Forssman das Gestaltungsbüros Forssman de Jong. Gemeinsam schrieben sie das im Verlag Hermann Schmidt erschienene Nachschlagewerk »Detailtypografie«, eines der Standardwerke im Bereich der Typografie.
2004 wurde de Jong als Professor für Typografie an die Hochschule der Bildenden Künste des Saarlandes berufen, anschließend wechselte er an die Folkwang Hochschule in Essen. Im gleichen Jahr gründete er sein eigenes Büro de Jong Typografie, welches aus Freude am Text und aus Respekt vor dem Leser vorwiegend mit typografischen Mitteln arbeitet. Typografie sieht de Jong stets als eine intellektuelle Aufgabe. So experimnetiert er medienunabhängig mit dem Zusammenhang zwischen Textinhalt und –form. In seinen Publikationen untersucht er die Gestaltungsbedingungen im Umbruch von der analogen hin zur digitalen Typografie. Auf die Frage, welches Projekt er gerne realisieren würde, antwortete de Jong: »Ich würde gerne, nach dem niederländischen Schriftsteller Gerard Reve, das Buch der Bücher machen, das alle anderen Bücher überflüssig macht, mit Ausnahme der Bibel und des Telefonbuches. Nun, das Telefonbuch ist seit dem Internet eh erledigt. Bleibt noch die Bibel.«