Mariko Takagi
»An die Aliens in Japan«

Mariko Takagi wurde 1975 geboren und verbrachte ihre ersten neun Schuljahre an der japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf. 2001 schloss sie ihr Grafikdesign-Studium an der Fachhochschule Münster ab. Für ihre Diplomarbeit »Washi – Tradition und Kunst des Japanpapiers« wurde sie mehrfach ausgezeichnet: unter anderem mit dem Förderpreis der Fachhochschule Münster, und der Goldenen Letter, der höchsten Auszeichnung für die schönsten Bücher aus aller Welt. Seit 2001 arbeite sie als selbstständige Grafik-Designerin in allen Bereichen des Kommunikationsdesigns: z.B. Buch- und Kataloggestaltung, Informationsdesign und -grafik, Piktogramme, Entwicklung von Corporate Design, Broschüren, Kalender, Kundenzeitschriften und Anzeigengestaltung. Besonders interessieren sie dabei Projekte, bei denen sie maßgeblich an der Entwicklung der Inhalte beteiligt sein kann.
2002 erhielt sie ihren ersten Lehrauftrag am Fachbereich Design an der Fachhochschule Münster. Dort lehrte sie acht Semester lang Grundlagen der Typografie. 2006 war sie ein Semester an der Fachhochschule Mainz und vermittelte dort Grundlagen der Gestaltung. Seit 2007 lehrt sie an der Fachhochschule Düsseldorf Typografie. Parallel ist sie Dozentin für Bildgestaltung/Grafik am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule.
Ein dritter Bereich ihrer Arbeit sind freie Buchprojekte, die auch mehrfach prämiert wurden. Bisher hat Takagi, neben ihrer Diplomarbeit, drei Bücher mit japanischer Thematik entwickelt und publiziert: »Über Weihnachten in Japan«, ein Buch über die japanische Vorweihnachtszeit, »Aloha ERCO, Guten Tag Polinesie«, ein Doppelbuch, welches den imaginären Austausch zwischen einem polynesischen Architekten und der Lichtfabrik ERCO zum Thema Licht visualisiert und zwar eine Auftragsarbeit war, Takagi allerdings, wie bei einem freien Projekt, alle Freiheiten bezüglich Thema, Konzept und Gestaltung ließ sowie »An die Aliens in Japan«, ein Buch, das auf unterhaltsame Art einen Einstieg in die grundlegenden Verhaltensnormen der japanische Kultur bietet. Letztgenanntes erhielt ebenfalls mehrere Auszeichnungen und mittlerweile erschien ein zweiter Band, welcher sich speziell mit den japanischen Gesten und der Körpersprache beschäftigt. Die japanische Kultur ist ihr sehr vertraut und so interessiert sie sich, in der Rolle einer Vermittlerin zwischen zwei Kulturen, für die Darstellung und die Aufarbeitung japanischer Themen für deutsche Leser.