Olaf Weber
»Ich kann kein Bauhaus mehr sehen«

Olaf Weber, Professor für Ästhetik an der Bauhaus-Universität Weimar wurde 1943 in Dresden geboren. Nach dem Abitur (1962 in Leipzig) arbeitete er zunächst als Maurer. Von 1964 bis 1973 studierte er Architektur in Weimar und forschte unter anderen an Ästhetik, Semiotik sowie Wahrnehmungstheorie. 1974 promovierte er mit der Arbeit »Architektur als Kommunikationsmittel«. 1987 folgte die Habilitation mit dem Thema »Die Funktion der Form«. Seiner theoretischen Auseinandersetzung mit allen Bereichen von Kunst, Design und Architektur folgen zahlreiche Studien über ästhetische Strukturen und Wirkungen, von denen ein Großteil veröffentlicht wurde. Professor Olaf Webers beruflicher Werdegang ist von Anfang an mit der Weimarer Hochschule verbunden - zunÄchst in der Zeit der DDR als Hochschule für Architektur und Bauwesen, und später, nach der politischen Wende, seit der offiziellen Umbenennung im Jahre 1996 als Bauhaus-Universität Weimar. 1992 wirkte Olaf Weber an der Rückbesinnung der Hochschule (HAB) auf ihre Tradition als Kunst- und Designschule als Leiter der Arbeitsgruppe zur Gründung der Fakultät Gestaltung mit. 1993 wurde er als Professor für Ästhetik an die Fakultät Gestaltung berufen. Er lehrt das Fachgebiet Ästhetik, das er nicht nur als philosophische Disziplin, sondern auch als Gestaltungs- und Wahrnehmungstheorie versteht. Sein Interdisziplinäres Wissen, die Fähigkeit der Darstellung von polemischen Stoßpunkten verschiedener Theorien und Ansichten zeigen sich in spannender Intertextualität seiner Lehrveranstaltungen, Vorträge und Schriften. In seiner Lehre experimentiert er für die aktive Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft und hält z.B. anlässlich eines Seminars und Projektes über Performance, Vorträge in Performanceform und beabsichtigt damit, dass »…die Vermittlung von Wissen durch das Zusammenführen diskursiver und performativer Elemente an Effizienz gewinnen kann und zugleich ihre Isolation im Intellekt auflösen.«